Im Gespräch mit Peter Josef Hinger

Peter Josef Hinger eilte nicht nur als Malermeister und Firmeninhaber durch sein Leben sondern auch als Ortsbürgermeister und war in 27 Vereinen tätig.
Doch eines Morgens wachte er auf und konnte nicht aufstehen. Das war vorerst einmal ein Ende für sein bisheriges Leben.

Seither führt er ein völlig anderes Leben, fern vom Terminstress kann er jetzt einfach nur leben.
Doch der Übergang zu seiner heutigen Lebensform war alles andere als einfach. Zuerst gefasst, verfiel er dann in eine tiefe Depression. 12 Kubikzentimeter seines Kleinhirns waren abgestorben. Es gibt bis heute keine medizinische Erklärung dafür. Die Motorik war dadurch gestört, linker Arm, linkes Bein und Sprache waren gestört. Seine Heilpraktikerin diagnostizierte einen Schlaganfall. Sie verhalf ihm mit nur einer Behandlung zur Gehfähigkeit, wenn auch etwas eingeschränkt.
Er musste sich den neuen Anforderungen des Lebens stellen, wie Mitarbeiter entlassen und seine Firma auflösen. In der Reha-Klinik machte er zwar Fortschritte, musste aber trotzdem auch seine vielen Ehrenämter aufgeben und aus dem Stadtrat ausscheiden. Peter Josef Hinger stand ohne Geld da und ohne die Bedeutung durch seine vielen Aufgaben. Die Menschen wussten nicht so recht, wie sie mit ihm umgehen sollten.

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Sein neues Lebensmotto lautete bald: Gott was immer Du vorhast, mach es, ich mach es mit.
Erkenntnis: Er hatte nur seine Ämter gelebt und nicht sich selbst. Dazu hatte er nun viel Zeit. Wendete sich den Heilpraktikern zu, ging in eine psychosomatische Klinik, fand dort Besserung und absolvierte seither 18 Ausbildungen dabei, z. B. Kinesiologie. Machte sich als Unternehmensberater selbständig und ging wieder nach seinem alten Muster vor. Das erkannte er bei seinen Indienreisen. Da war er einmal zusammen mit 30 Millionen Menschen zusammen. Die wollten alle zum Bad in den Ganges.
Auf mehreren Reisen machte er sich auf die Suche nach dem, was alle Menschen prägt, abseits von Religion, Nation und Kultur. Er fand heraus, es ist diese Kraft, die wir Gott nennen oder Schöpfung oder Liebe. Liebe ist Lust auf Leben.

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Es entstand die Frage: Was macht mich aus, wie soll ich leben?
Zum Thema Fehler: Mit den gleichen Buchstaben können wir auch das Wort Helfer schreiben. So konnte er z. B. erkennen, wie er zum Workaholic wurde. Es war die Suche nach Anerkennung. Erst seine Leistung und die Anerkennung verschafften ihm das Gefühl der Lebensberechtigung. Die Krankheit hat diesen Kreislauf unterbrochen. Er weiß jetzt, wenn er das Drama aus seinem Leben rausnimmt, erlebt er keine Dramen mehr. Er lässt das Leben geschehen und schwingt mit.

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Aha-Erlebnis: Peter Josef Hinger verliebte sich 2011 nochmals wie nie zuvor und spürte einen heftigen Liebeskummer als Zeuge seiner echten Liebe.
Er hat seit seiner Krankheit so viel gelernt, dass er Menschen einfühlsam begleiten kann. Dabei kann er auf seine Intuition aufbauen und auf zahlreiche Weiterbildungen, z. B. eine Heilmethode, die aus dem Kundalini Yoga abgeleitet wird. Aufstellungen bei Bert Hellinger, daraus hat er dann empathische Aufstellungen entwickelt. Peter Josef Hinger hat Hochsensibilität entwickelt. Damit kann er erfühlen, was in einem Menschen vorgeht und was er braucht, um sich selber heilen zu können. Auch die Sterbebegleitung hat ihm viel über sich selber gezeigt.

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Erfolg bedeutet für ihn, Spaß am Leben zu haben.
War auch als Begleiter in Afrika. Möchte nicht mehr wie früher führen und in der ersten Reihe stehen, sondern beratend begleiten, Menschen aufmerksam machen, auf das, was er wahrnimmt. Diese Menschen wollten zuerst nur Geld von ihm, doch dann erkannten sie dass sie nun in der Lage waren ohne Zuschüsse selbständig eine Organisation aufzubauen, die aus ihrem Eigenen herauswächst um Waisen und bedürftigen Kindern den Schulbesuch zu ermöglichen.

 

Kontaktdaten

xingbutton
www.peterjosefhinger.de      

 

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Herzlich grüßt Dich Deine

Edith 🙂

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2 Kommentare

  1. Gabriele Leonore Langner

    Ich fand das Interview mit Peter Josef Hinger interessant und kurzweilig.

    Da wir uns schon mal begegnet sind, interessierte mich seine Biographie.

    In geballter Form hat Peter das erlebt und bestätigt, was auch Teile meiner Erfahrung, Beobachtung und Erkenntnis sind.
    Aus den scheinbaren Dramen des Lebens auszusteigen darf immer wieder geübt werden.

    Danke und herzliche Grüße
    Gabriele Leonore Langner

  2. Edith

    Ja, Peter Josef Hinger spricht interessante Themen an. Er macht anderen damit Mut. nach jedem Hinfallen gehört das Aufstehene dazu, auch wenn es manchmal alles andere als einfach ist. Er beweist, dass es möglich ist.

    Sie haben nicht unrecht, so manche Dramen des Lebens entpuppen sich im Nachhinein als scheinbare Dramen, weil Chancen.

    Herzlich grüßt Sie
    Edith

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