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Im Gespräch mit Prof. Dr. Gerald Hüther – Teil 2

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Welcher Erfolg freut Prof. Dr. Hüther am meisten, was konnte er damit bewirken: Vorlesung an der medizinischen Fakultät mit dem Titel „Salutogenese und Selbstheilung“. Dabei geht es um die Rahmenbedingungen, die ein Arzt schaffen kann, dass ein Patient selber wieder gesund wird. Daraus machen die Studenten ein Portal für andere Studenten, die nicht an solchen Veranstaltungen teilnehmen können.

Es freut ihn auch, dass es schon Schulklassen gibt, die unterschiedliche Schülerinnen und Schüler gemeinsam unterrichten. Ein Kind im Rollstuhl wird dann nicht mehr als behindert erlebt, es gehört einfach dazu. In solchen heterogenen Klassen kann man gar nicht mehr von vorne unterrichten. Es werden Lerngruppen gebildet, neue Evaluationsmethoden müssen gefunden werden,

Er hat Erfolg als solchen nie angestrebt, den man seiner Meinung nach auch gar nicht mehr alleine erreichen kann, sondern nur gemeinsam mit anderen. Prozess der Selbstfindung und der Emanzipation des Menschen soll nicht mehr verhindert werden. Daraus ergeben sich neue Ansatzpunkte für Schulen und Arbeitsplätze. Zur Förderung der Kleinsten: Nicht von Frühforderkurs zu Frühforderkurs führen, sondern einfach genug Zeit gebe, damit sie unbekümmert mit anderen zusammen spielen können. Die schönsten Plätze zum Spielen sind draußen in der Natur, am Bach, im Wald.

Der Begriff Gelingen gefällt Prof. Dr. Hüther besser als Erfolg. Gelingen bedeutet, Bedingungen schaffen, dass das was aus etwas werden soll, auch werden, also gelingen kann. Man kann nicht alles machen.

Fehler hält er für notwendig und unumgänglich. Sie werden deswegen so gefürchtet, weil wir dann meistens dafür zum Objekt gemacht werden und eine auf die Nuss kriegen. In seiner Akademie arbeiten die Menschen in kleinen Gruppen zusammen, wo sie einander vertrauen und keine Angst mehr voreinander haben müssen. Da kann man dann auch Fehler machen und daraus lernen.

Auch Unternehmen aus dem Bereich der neuen Medien haben zumeist so begonnen. Einmal angewachsen, haben sie dann doch auch die hierarchischen Strukturen eingeführt.

Aha-Erlebnis: die Erkenntnis, dass freiwilliges Fasten – nicht hungern, zu einem Hochgefühl verhilft. Prof. Dr. Hüther konnte mit seiner Hirnforschung diese Wirkung im Gehirn nachweisen und damit ein Phänomen das Weise schon seit Jahrtausenden kennen, wissenschaftlich belegen. Auch die verschiedenen Wissenschaften wachsen mehr und mehr zusammen. Einzelne Disziplinen kommen kaum mehr alleine zu großen Erkenntnissen.

Den Teil 1 des Interview hören Sie hier 

 

Kontaktdaten

http://www.akademiefuerpotentialentfaltung.org/

 

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Herzlich grüßt Dich Deine

Edith 🙂

3 Kommentare

  1. Maria

    Vielen Dank Herr Hüther und viele, viele Grüsse zurück.
    Liebe Frau Karl, Ihnen auch herzlichen Dank und alles Liebe.
    Es ist sehr für mich erfreulich Menschen zu erleben die man, frau alls Gleichgesinnte empfinden kann.
    Beide Vorträge haben mich begeistert und ich muß schon sagen, es ermuntert mich persönlich,
    weiter bei der Umsetzung praktisch dran zu bleiben und zu arbeiten.
    Danke, danke, danke .
    Alles Liebe vom Herzen
    Maria Mendrychowska

  2. Edith

    Auch Ihnen vielen Dank für Ihre herzlichen Zeilen Frau Mendrychowska.
    Wie es aussieht beziehen wir uns beide bei unserer Arbeit auf die Erkenntnisse von Prof. Hüther.
    In Trainings und Beratungen berufe ich mich gerne auf ihn. Das unterstützt mich und meine Teilnehmenden.
    Ich würde mich freuen, wenn Sie auch andere Interviews und Sendungen auf dem Podcast hören.
    Herzlichst grüßt Sie
    Edith Karl

  3. Maria

    Lieben Dank, Frau Karl.
    Es ist wirklich gut das auch die Wissenschaft, wie Herr Prof. Hüther sagt einfach bestätigt, das unseres Leben nicht durch Erfolg sondern durch gelingen 🙂 besser wird.
    Ich werde bestimmt mir auch andere Interviews und Sendungen auf dem Podcast hören.
    Es ist gut dass es Sie gibt!
    Schönes Wochenende und Gelingen auf allen Ihren Lebenswegen.
    Herzlichst
    Maria Mendrychowska

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