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Im Gespräch mit Gabriele Hofer-Stelzhammer

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Man muss die Menschen mögen und der inneren Stimme folgen!

Edith Karl- Gabriele Hofer-StelzhammerDSC00237_800 Schloss Buchberg DSC00252 (2) Schloss Buchberg DSC00252

Ich bin in einer kleinen Bäckerei aufgewachsen, meine Eltern hatten einen Familienbetrieb mit wenigen Angestellten. Wir Kinder mussten von Anfang an mithelfen, je größer (älter) wir wurden, umso umfangreicher waren unsere Aufgaben. Dabei lernte ich schon früh wichtige Dinge für mein Leben. Einerseits Freundlichkeit im Umgang mit Menschen, sowohl zu den Angestellten als auch zu den Kund/innen in unserer Bäckerei. Und ich lernte, dass die Arbeit nicht dann zu Ende ist, wenn die Uhrzeit es anzeigt, sondern dann, wenn diese wirklich erledigt ist.

Mein ursprünglich erlernter Beruf ist Lehrerin. Ich habe einige Jahre als Volksschul- und Sprachheillehrerin gearbeitet. Die Arbeit mit den Kindern hat mir immer große Freude gemacht.

Als ich in Karenz ging und unsere drei Kinder der Reihe nach geboren wurden (drei Kinder in vier Jahren), hat sich mein Mann mit einem Zivilingenieurbüro selbstständig gemacht. Es war für mich eine Herausforderung, neben der Kindererziehung mitzuhelfen das Büro aufzubauen. Rückblickend hat sich herausgestellt, dass uns nichts Besseres hätte passieren können. Denn Arbeit und Familie gingen Hand in Hand. Mein Mann und ich waren gleichermaßen für die Kinder da. Es ist ein Glücksfall, wenn man Beruf und Familie so gut verbinden kann. Ich möchte nicht verschweigen, dass es arbeitsintensive Jahre waren. Aber es entwickelte sich daraus auch viel Kraft und Vertrauen.

Die Kinder wurden größer, das Büro wurde größer, die Arbeit immer mehr.

Wenn mich jemand fragte, was ich (beruflich) mache, so definierte ich mich über den Beruf meines Mannes. Er entwickelte – unter anderem – die statischen Konstruktionen für so interessante Bauwerke wie das österreichische Kulturinstitut in New York oder die Bibliothek in Alexandrien. Zweifellos großartig – und meine Aufgabe war wichtig und gut, aber dennoch kam eine gewisse Unzufriedenheit. So begann ich mit einem Dissertationsstudium, aufbauend auf meine Lehramtsstudien wählte ich Pädagogik und Psychologie in Passau. Interessante und spannende Zeiten begannen. Kurz vor meinem Abschluss, wurde eine Anstellung als Bildungsreferentin im Bildungshaus Schloss Puchberg ausgeschrieben. Das Bildungshaus der Diözese Linz war mir als Besucherin schon vertraut und ich wusste, dass es als Erwachsenenbildungseinrichtung einen sehr guten Ruf hatte. So beschloss ich, mich zu bewerben. Eigentlich sah ich kaum Chancen für mich. Denn ich hatte das Studium noch nicht abgeschlossen und ich war schon über 40 Jahre alt. Aber siehe da, obwohl es mehr als 140 Bewerber/innen gab wurde ich ausgewählt. Ich freute mich riesig, sah aber auch die große und neue Herausforderung für mein Leben! Der einzige, aber doch schwerwiegende Wermutstropfen ist, dass es mir nicht mehr gelang, meine Dissertation fertigzustellen.

Seit 10 Jahren arbeite ich nun mit viel Freude an der Programmplanung in den Bereichen Pädagogik, Psychologie, Gesundheit und Teilbereichen der Literatur.

Interessante Persönlichkeiten aus Wissenschaft, Kirche, Politik und Kunst kommen als Referent/innen in unser Haus. Besonders interessant sind aber auch die Besucher/innen des Bildungshauses. Es sind Menschen, die am Leben interessiert sind, neugierig und wach geblieben sind und offen sind für neue Entwicklungen und Trends. Seit einigen Jahren bin ich auch noch stellvertretende Direktorin. Die Gestaltungsmöglichkeiten, die sich daraus ergeben, sind erfüllend und vielfältig.

Die Chancen im Leben zu sehen und bereit für Veränderungen zu sein sind wesentliche Punkte in meinem Leben. Manchmal kann man etwas nicht schaffen und muss es dann zurücklassen, so wie in meinem Fall der Abschluss der Dissertation. Aber andererseits gehen dann wieder andere Türen auf, und das Leben bleibt bunt und schön.

Lebensbegleitende Bildung sollte als Inspiration- und Kraftquelle dienen. Im Schloss Puchberg sind Sie eingeladen Bildung, Kultur und Erholung zu verbinden. „Begegnungen, die begeistern und Spuren hinterlassen“ können Sie hier erleben. Ich lade Sie sehr herzlich ein, sich auf unserer Homepage umzusehen, www.schlosspuchberg.at

 

Kontaktdaten

www.schlossbuchberg.at

 

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Herzlich grüßt Dich Deine

Edith 🙂

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