FĂŒhren bedeutet hĂ€ufig GegensĂ€tze transformieren


Je hektischer es zugeht im Arbeitsalltag, umso eher neigen Menschen dazu, gemĂ€ĂŸ ihren Prinzipien und Gewohnheiten zu handeln. Damit wollen sie Zeit und Kraft sparen. Doch gelingt das auf diese Art und Weise?

Sehen wir uns die RealitĂ€t an. Da zeigen Menschen deutlich entgegengesetzte Vorlieben bei ihren Handlungen. Da gibt es die einen, die sich gerne an Notwendigkeiten orientieren, Prozeduren und Regeln schĂ€tzen, nicht verlieren wollen was noch passt. Sie wollen das BewĂ€hrte nĂŒtzen und schĂ€tzen möglichst exakte Vereinbarungen. Andere suchen Möglichkeiten, neue Optionen, Alternativen. Dabei wollen sie sich nicht aufhalten lassen. Sie lieben es, neue Wege zu gehen, Neues zu entwickeln, neue Kunden zu gewinnen. Dabei sind sie durchaus flott. Solche Unterschiede im Denken und Handeln prallen hart aufeinander. Besonders in der heutigen Zeit der rasanten VerĂ€nderungen.

Da prallen Welten aufeinander. Rascher technologischer Wandel und eine schiere Unzahl an Möglichkeiten drĂ€ngen zu schnellen Entscheidungen. BewĂ€hrt sich etwas nicht, folgt ein neues Experiment. Dabei zieht es der anderen Gruppe den Boden unter den FĂŒĂŸen weg. Jetzt ist FĂŒhrung gefragt. Keine der beiden Gruppen ist besser oder schlechter. Es braucht sie beide. Jeweils am richtigen Platz und in weiser ErgĂ€nzung.

Wer bevorzugt nach neuen Möglichkeiten sucht, ja fast schon ĂŒber sie stolpert, grĂŒndet bevorzugt ein neues Unternehmen, ein Start-Up. Dort können sie sich entfalten. Im Dienste der interessanten Aufgabe stehen sie harte Zeiten durch, verzichten auf Komfort, Freizeit und andere Annehmlichkeiten. Sie sind fast schon im Dauer-Flow bei ihrer Arbeit. Und eines Tages kommt der Durchbruch. Sie werden sehr erfolgreich. Das Unternehmen lĂ€uft. Jetzt wĂ€re Routine angesagt, Notwendigkeiten, Prozesse und Regeln einzuhalten um den Erfolg am Leben zu erhalten. In diesem Moment verkaufen GrĂŒnder gerne ihr Unternehmen, oft zu einem sehr guten Preis. Sie wollen ihr junges Unternehmen in besten HĂ€nden von gestandenen Unternehmern wissen und wieder grĂŒnden.

Wie verhalten sich beide Gruppen in einem völlig anderen Kontext, in der Partnerschaft? Hier wird es irgendwann den meisten doch zu mĂŒhsam immer wieder eine neue Partnerschaft zu grĂŒnden. BewĂ€hrtes erweist sich hier als vorteilhafter.

Im Freundeskreis lockert sich dieses Verhalten wieder auf. Es gibt einen oder wenige beste Freunde, aber einen grĂ¶ĂŸeren Kreis von Menschen, denen man sich auch verbunden fĂŒhlt, wenn auch in einer loseren Form. Beste Freunde ticken meistens Ă€hnlich. Im erweiterten Freundes- und Bekanntenkreis erhĂ€lt man neue DenkanstĂ¶ĂŸe. Das hĂ€lt geistig fit und beweglich.

SpĂ€testens jetzt wird klar, beide Menschengruppen sind gleich wichtig. Vorausgesetzt, sie begegnen einander respektvoll und mit WertschĂ€tzung auf Augenhöhe. Das vorzuleben und anzuleiten ist eine wichtige und vornehme Aufgabe von FĂŒhrungskrĂ€ften.

Edith Karl – Mutexpertin

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Edith 🙂

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